Nautilusspirale

Die Nautilusspirale ist nicht nur eine faszinierende Form zum Anschauen, sondern sie ist als logarithmische Spirale auch in der Natur zu finden. Und was noch viel besser ist, sie lässt sich super gut nachmachen!

 

Ich empfehle die Nautilusspirale für Teilnehmer ab ca. 10 Jahren, da motorisches Geschick und Durchhaltevermögen verlangt wird. Gerade für Jugendliche ist sie gut geeignet, nachdem es eine anspruchsvolle Aufgabe ist und aber auch Spiralen, die ungenauer gefaltet sind, eine tolle Wirkung am Fenster haben. 

Übe die Spirale unbedingt einige Male selber, bevor du es mit einer Gruppe zusammen machst, um das Vorgehen gut zu verinnerlichen, und am besten genau mit den Materialien, die du später auch mit deiner Gruppe verwenden willst. 

Bei der Vorbereitung ist es wichtig, sich zu überlegen, wo die Fähigkeiten der Gruppe liegen. So können beispielsweise unterschiedlich viele Hilfestellungen gegeben werden, die den Schwierigkeitsgrad dementsprechend erhöhen oder senken. Folgendes kann zur Verfügung gestellt werden:

  • schon fertig zugeschnittene Dreiecke 
  • vorgezeichnete oder auf das Papier gedruckte Dreiecke, die nur noch ausgeschnitten werden müssen 
  • Schablonen, die die Gruppe zum Übertragen der Dreiecke verwenden kann 
  • Vorgegebene Maße der Dreiecke  
  • Oder nur Geodreieck und Lineal

Das Gute beim Anleiten ist, dass die ersten Schritte zwar genauer Erklärung bedürfen, sich dann die Schritte aber nur noch wiederholen, sodass das Vorgehen zunächst ausführlich vorgemacht und der Anfang der Spiralen gleichzeitig von allen durchgeführt werden kann und ab dann kann die Gruppe selbstständig weiter arbeiten.

 

Die fertigen Spiralen eignen sich gut zum Aufkleben auf Karten, machen sich aber vor allem besonders super als Fenster- oder Wanddekoration daheim oder in eurem Gruppenraum.

Du brauchst: 

1. Ein Dreieck zum Falten (pro Spirale),  

  • das einen rechten und einen spitzen Winkel besitzt, gut funktioniert dabei ein ca. 20° Winkel. Je nach Winkel hat die Spirale unterschiedliche Formen. 
  • z.B. 20° und die Seitenlängen 37,5 cm x 13,5 cm 
  • Als Material eignet sich gut zweifarbiges Geschenkpapier, Goldpapier oder aber für Fensterbilder: Transparentpapier, Backpapier oder Architektenpapier 
  • Wenn das Papier zu sperrig ist, erschwert es den Faltvorgang und bleibt nicht so schön als Spirale liegen. Zu schnell reißen sollte es jedoch auch nicht oder zu glatt sein. Am besten verschiedene Papiere selber ausprobieren.

2. Ein Hilfsdreieck (pro Person) aus dünnem Karton mit einem spitzen Winkel  

  • (z.B. 10° und 20 cm lang)
  • Gut eignet sich Fotokarton oder die Rückseite von einem Schreibblock, da diese nicht zu dick sind und man dadurch gut darüber falten kann.

Vorgehen 

1. Schritt:  

Lege das Faltdreieck mit der spitzen Seite nach rechts und der längsten Seite nach oben vor dich, sodass sich die schmale Seite links befindet. 

2. Schritt:  

Lege das Hilfsdreieck von oben her mit dem spitzen Winkel nach unten auf das Faltdreieck, sodass es an der schmalen Seite anliegt.

3. Schritt:  

Falte nun das Faltpapier über das Hilfsdreieck, das du dabei gut festhalten musst. Achte bei diesem Schritt darauf, dass unten die Spitze des Hilfsdreiecks nicht verrutscht und du eine schöne neue Spitze erhältst.

4. Schritt:  

Nun kannst du das Hilfsdreieck herausziehen und die neu entstandene Kante noch einmal nachfalzen.

 

5. Schritt 

Drehe das Hilfsdreieck nun um und lege es mit dem spitzen Winkel nach oben an den neuen Falz. 

6. Schritt: 

Falte das Faltpapier wieder zurück nach rechts über das Hilfsdreieck. Ziehe diese anschließend wieder heraus und falze die Kante nach.

7. Schritt: 

Wiederhole die Schritte 2 bis 6 nun immer wieder, indem du das Hilfsdreieck abwechselnd von oben und von unten anlegst. 

Hier von oben…

… und hier von unten angelegt

Nach einigen Wiederholungen sollte es in etwa so aussehen. Je nach Genauigkeit beim Falten und je nach dem, was für einen Winkel das Faltpapier und das Hilfsdreieck  haben, kann die Spirale aber auch viel flacher oder steiler sein, ein Loch in der Mitte haben oder gar nicht geschlossen sein und eher einer Welle gleichen.

Nicht verzweifeln, wenn die Spirale nicht so aussieht wie auf dem Foto: je nach verwendetem Winkel des Faltdreiecks bzw. des Hilfdreiecks hat die Spirale eben wie gesagt eine unterschiedliche Form. Und natürlich gilt auch hier: Übung macht den Meister.

TIPP:  

Beim Anleiten ist es gut zu betonen, dass die entstehende Spirale beim Falten möglichst liegen gelassen werden soll und nur das Hilfsdreieck abwechselnd von unten und oben angelegt wird. Dies erspart einiges an Verwirrung! 

Je weiter man sich nach Innen vorarbeitet, desto kniffliger wird das Ganze. Wenn nun also ein kleines Dreieck übrig bleibt, das sich nicht mehr falten lässt, kann man dieses einfach abschneiden. Gerade bei Fensterbildern ist das aber auch überhaupt kein Problem, wenn dieser Zeitpunkt schon früher erreicht ist, da man gegen das Licht gehalten in der Mitte der Spirale durch die vielen Schichten nicht mehr viele Einzelheiten erkennt.

 

Viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren!

Lena

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